Freie Wähler Tag mit 70. JHV in Leinfelden-Echterdingen
Am vergangenen Samstag traf sich unser Landesverband Baden-Württemberg bei strahlendem Frühlingswetter auf Einladung unseres Stadtverbandes zum 70. Jubiläum mit großer Tagung zum Freie Wähler Tag vor 200 Gästen in der gut gefüllten Filderhalle. Unter dem Motto: „Zwischen Pflicht und Pleite – wie Kommunen wieder Luft zum Atmen bekommen“ begeisterten illustre Redner, Diskutanten und Gäste das kommunalpolitische Publikum und die Öffentlichkeit aus ganz Baden-Württemberg, darunter Landtagsabgeordnete wie die frisch gewählte Wahlkreisvertreterin Maren Steege (CDU) sowie zahlreiche Kreis- und Gemeinderäte. Allen voran Manuel Hagel MdL (CDU), der einen bemerkenswerten Impulsvortrag hielt und kleine Einblicke in die aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und den Grünen gewährte, sowie Landrat des Landkreises Esslingen Marcel Musolf (Freie Wähler), Oberbürgermeister Otto Ruppaner und Stadtverbandsvorsitzendem Alexander Renz (Freie Wähler), die Grußworte an die Corona richteten. Begrüßt wurden die Gäste aber zunächst vom Freie Wähler Landesvorsitzenden BM a.D. Wolfgang Faißt.
Zur anschließenden Talkrunde unter der Moderation von Friedhelm Werner vom Bildungswerk für Kommunalpolitik waren neben Manuel Hagel, Bürgermeister und Kreisrat Thomas Hölsch, BM und Kreisrat Klaus Warthon von der Verwaltungshochschule Ludwigsburg und Regional- und Gemeinderätin Dr. Annette Silberhorn-Hemminger zu sehen und zu hören.
Die eindrucksvolle und gut besuchte Veranstaltung unterstrich einmal mehr, wie sehr das ehrenamtliche Engagement der Freien Wähler seit 70 Jahren , fernab von Parteibuch und Ideologie aber nahe am Bürger die Demokratie und das Miteinander in unserer Gesellschaft fördert. Alle Redner unterstrichen, wie schwierig es in Zeiten knapper Kassen ist, den kommunalen Handlungsspielraum zu erhalten, dass aber ein Aufgeben trotz allen Herausforderungen nicht in Frage käme.

In seinem Impulsvortrag beschrieb Manuel Hagel die Situation „Zwischen Pflicht und Pleite“ auch als einen Zukunftsmoment. Die vor uns liegende Aufgabe sei viel größer, so Hagel. Aus Pflicht müsse wieder Gestaltung werden, aus Druck wieder Richtung! Das Land ziehe aus den Zahlen Konsequenzen. Baden-Württemberg sei immer dann stark, wenn es vor Ort stark ist, in den Städten und Gemeinden, bei den Menschen. Wer Kommunen stärke, der stärke das ganze Land. Deshalb danke er allen Freien Wählern für Ihre Arbeit und Verantwortung, für ihr ehrenamtliches Engagement. Das Land brauche die Freien Wähler, die bürgerliche Mitte, gemeinsam mit der CDU in den Kommunalparlamenten. Wenn heute die Hälfte der Menschen glaube, dass die Demokratie nicht mehr in der Lage sei, die Probleme zu lösen, dann ginge dies ans Grundsätzliche. Deshalb sei die Frage nicht, ob wir Reformen bräuchten, sondern welche Reformen wir brauchen, so Hagel. Wichtig sei aber auch die Ehrlichkeit und beim Machbaren zu bleiben. Mit einem kleinen Seitenhieb in Richtung Berlin forderte Hagel, keine falschen Erwartungen zu wecken. Man brauche nicht immer noch mehr Ankündigungen, sondern die Umsetzung! Zum Schluss seiner Rede dankte Hagel allen Organisatoren vor Ort und gratulierte den Freien Wählern zu Ihrem 70 jährigen Bestehen in Baden-Württemberg.





