Wärmewende erfordert überlegtes Handeln – Erneuerung der Heizungsanlage im PMH-Gymnasium in Echterdingen
Auf der Tagesordnung des jüngsten Technischen Ausschusses (TA) am vergangenen Dienstag stand die Erneuerung der Holzhackschnitzelanlage der Heizungsanlage im PMHG in Echterdingen.
Trotz klammer Kassen und der bekannt prekären Haushaltslage kommt die Stadt nicht darum herum, die Anlage zu modernisieren, bzw. wenigstens funktionstüchtig zu halten.
Zur Auswahl standen 3 Varianten, die von der Verwaltung vorab intensiv untersucht und geprüft wurden:
Variante 1: Erneuerung der Holzkessel mit einem Invest von rund 2,4 Mio. Euro
Variante 2: wie 1 mit zusätzlichem Einbau einer Wasser-Wärmepumpe: Invest ca. 3,26 Mio. Euro
Variante 3: wie 1 mit zusätzlichem Einbau einer Luft-Wärmepumpe bei einem Invest von rund 2,9 Mio. Euro.
Die Verwaltungsführung plädierte aufgrund der niedrigeren Kosten für Variante 1.
Nach intensiver Diskussion in unserer Fraktionssitzung am Montag, hatten wir uns entschieden, der Verwaltung zu empfehlen, nicht mehr in die Erneuerung einer Ölheizung zu investieren. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden CO2-Bepreisung und der gefährlichen, äußerst volatilen Weltlage bei der Versorgung unseres Landes mit fossilen Brennstoffen, erschien uns diese Heizform als am wenigsten zukunftsträchtig. Zumal man ja auch die Folgekosten mit steigenden Rohölpreisen berücksichtigen muss. Aus unserer Sicht wird es hier kaum ein Zurück zu günstigeren Preisen geben.
Mit unserem Antrag schlugen wir deshalb dem TA vor, die Holzhackschnitzelanlage umgehend zu erneuern, jedoch nicht mehr in eine neue Ölheizung zu investieren! Sollte diese Heizung kaputt gehen, würden wir in eine Luft-Wärmepumpe gemäß Variante 2 investieren.
Diesem Antrag folgte die Mehrheit des TA einstimmig, bei Enthaltungen der CDU-Fraktion.
Uns ging es auch um die Glaubwürdigkeit. Zwar ist der Invest um 450.000 Euro höher, jedoch amortisiert sich dies, durch geringere Kosten und sicherere Versorgung mit dem Energieträger Strom. Damit verfolgt die Freie-Wähler-FDP-Fraktion konsequent die landesweit und auch in unserer Stadt vertretene Linie zur Energiewende. Denn schließlich können wir nicht von den Bürgern verlangen, in neue Energieformen zu investieren oder sich an die moderne Heizzentrale (bereits im Bau befindlich) in der historischen Mitte anzuschließen und gleichzeitig selber als Stadt nur aus Kostengründen in alte Ölheizungen investieren und damit auf viele weitere Jahre hinaus in der fossilen Abhängigkeit bleiben.





