Archive: November 2025

26. November 2025

Wichtige Entscheidungen zu U5 Verlängerung und straßenbaulichen Maßnahmen

In der letzten Sitzung des Gemeinderats standen Themen auf der Tagesordnung, die für unsere Fraktion von außergewöhnlich großer Bedeutung sind. Dies ist zum einen die Verlängerung der U5 bis nach Echterdingen und zum anderen die geplante Entlastungsstraße entlang des Gewerbegebiets Leinfelden und ihrer Verbindung zur alten B27 (Osttangente und Nord-Süd-Straße) sowie die Nordspange in Unteraichen.

All diese Maßnahmen sind aus unserer Sicht unerlässlich, um die schwierigen Verkehrsverhältnisse in unserer Stadt für alle Verkehrsteilnehmer, d.h. auch Fußgänger und Radfahrer nennenswert zu verbessern, die Lebensqualität der Anwohner an den Durchgangsstraßen signifikant zu steigern und nicht zuletzt für die Gewerbebetriebe einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Standortgunst zu leisten.

Die Stadtverwaltung hatte dem Gemeinderat jedoch vorgeschlagen, nur die Planungen zur Verlängerung der U5 weiter zu verfolgen und die anderen Maßnahmen „ruhend zu stellen“.

Der Empfehlung der Stadtverwaltung, die Planungen zur Verlängerung der U5 weiter voranzutreiben, haben wir selbstverständlich zugestimmt.

Keine Option ist jedoch der Vorschlag der Stadtverwaltung, die straßenbaulichen Maßnahmen auf einen unbestimmten Zeitpunkt zu verschieben! Dies umso mehr, als es für Bauabschnitte der Osttangente bereits weit fortgeschrittene Planungen gibt und auch einen entsprechenden Baubeschluss des Gemeinderats für den 1. Bauabschnitt (sog. Osttangente). Des Weiteren warten Anwohner, Gewerbetreibende aber auch Auto- und Fahrradpendler seit Jahrzehnten auf den Bau einer wirksamen Entlastungsstraße. Aus diesem Grund haben wir bereits bei der Vorberatung dieser Punkte im Technischen Ausschuss beantragt, dass die straßenbaulichen Maßnahmen nicht auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Wir beantragten deshalb zunächst die Maßnahmen nicht mehr ruhend zu stellen, sondern spätestens nach 3 Jahren verbindlich wieder aufzunehmen. Diesem Antrag folgte der TA mit großer Mehrheit. Aufgrund der durch uns angestoßenen Vorberatung hat die Stadtverwaltung den Beschlussvorlag nun dahingehend abgeändert, dass die straßenbaulichen Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Ortskerne im Zusammenhang mit dem aktuell stattfindenden städtebaulichen Wettbewerb „Leinfelden Mitte“ sowie dem Klimamobilitätsplan (KMP) mitgeplant werden sollen. Bei diesem Wettbewerb wird die Transformation des Gewerbegebiets sowie die Urbanisierung der Flächen entlang von U- und S-Bahn zusammen mit einer leistungsfähigen Infrastruktur mit dem Ziel einer Verkehrsentlastung der Ortskerne geplant. Diese sachliche und zeitliche Verknüpfung beider Planungen ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Zeitpläne des städtebaulichen Wettbewerbs Leinfelden Mitte, der am 2. Oktober 25 begonnen hat und im Februar 26 mit einer Entscheidung der Jury samt einem Konzept beendet sein wird, für unsere Fraktion besonders wichtig. Wir werden Wert darauf legen, dass die Planungen zur Verkehrsentlastung und einer leistungsfähigen Infrastruktur weiterhin mit hoher Priorität verfolgt werden und es eine konkrete Zeitplanung für die nächsten Entscheidungen gibt. Unsere Fraktion sowie die große Mehrheit des Gemeinderats hat dieser Vorgehensweise am Dienstagabend nun final grünes Licht erteilt.

Über den weiteren Fortgang der Dinge werden wir Sie hier an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

 


19. November 2025

Fahrradstraßen überall?

 


11. November 2025

ZDF-heutejournal-Moderatorin Dunja Hayali zu Gast in der Filderhalle

 


11. November 2025

Stadtmarketing und Märkte im VKS beraten

Das Stadtmarketing und der Beschluss zu seinem Jahresbudget in Höhe von rund 754.000 Euro stand am vergangenen Dienstag als Tagesordnungspunkt auf der Agenda des VKS im Leinfelden-Echterdinger Gemeinderat.

 

Um es vorweg zu nehmen: mehrheitlich stimmten wir – zwar mit einigen kritischen Anmerkungen und einer Enthaltung, die wir sehr gut nachvollziehen können, letztlich zu.

Im Zuge der Beratungen stellten wir einen Antrag zu Überprüfung der Kosten und Wirksamkeit der LE-Card. Dieses Marketing-Instrument tritt seiner seiner Einführung auf der Stelle. Viel mehr als die anfangs gewonnen Geschäfte sind als Akzeptanzstellen nicht hinzugekommen. Trotz einiger publikumswirksamer Aktionen (Herbstlotterie, Adventskalender) dümpelt die LE-Card leider so vor sich hin. Und zudem verursacht sie einen erheblichen Kosten- und Buchungsaufwand bei den beteiligten Geschäften. Noch trägt die Stadt aus dem laufenden Haushalt die enorm hohen Transaktionskosten von 5 Prozent pro Buchung. Aber was passiert, wenn der Haushalt dies nicht mehr hergibt? Wie viele Ladeninhaber können und wollen sich ein solch teures System dann noch leisten? Hinzu kommt, dass viele Beträge auf den Karten der Mitarbeiter unabgerufen schlummern, die Guthaben vor Ort gar nicht eingelöst werden! Ähnliches gilt für Jubilare, die nicht wissen, wie und wo sie das Geld auf der „Geschenk-LE-Card“ einlösen können. Wir meinen deshalb, dass nach zwei Jahren intensiver Testphase, eine Evaluation dringend notwendig wird!

 

Martinimarkt ohne Information der Bevölkerung abgesagt

Stadtmarketing spielt natürlich auch eine Rolle bei den Marktveranstaltungen im Stadtgebiet. Dass unser Stadtmarketing für den letzte Woche am 06.11.2025 ausgefallenen Martinimarkt in Echterdingen gar nicht zuständig ist, haben wir erst bei der Sitzung erfahren. Das wundert natürlich, da Märkte doch genau zur Belebung der Ortskerne beitragen!

Die Traditionsveranstaltung des Echterdinger Martini- und Krämermarktes ist so ein Markt. Denn hier kommen besonders viele Echterdingerinnen und Echterdinger zusammen, die sich seit Generationen mit Ihrem Ortsteil verbunden fühlen. Sie beleben und stärken das soziale Miteinander, erzeugen ein „Wir“-Gefühl. Sie beleben aber auch die örtliche Gastronomie, indem sie, nach dem Marktbesuch unseren gutbürgerlichen Traditionsgasthäusern einen Besuch zum Mittagessen abstatten. Oft bekommt man an diesen Markttagen, dann keinen Platz mehr, so voll sind die Gaststuben! Auch die Echterdinger Geschäfte profitieren erheblich von den Marktbesuchern, die die Marktzeit zum ausgedehnten Einkaufsbummel nutzen und oft noch auswärtige Gäste mit auf den Markt bringen. Dass es nun ausgerechnet diesen Markt erwischen musste, und man aus Kostengründen für die Sicherheitsanforderungen, ohne den Gemeinderat zu informieren, dieses Jahr die Veranstaltung eigenmächtig absagte, die Bevölkerung und Gastronomie darüber nicht im Amtsblatt informierte, halten wir für einen groben Fehler! Wir fordern eine saubere Festivitäten-Konzeption, bei der alle Beteiligten klar wissen was wann wo stattfindet.