Fast täglich erreichen uns Anfragen verärgerter Bürgerinnen und Bürger, die sich bei uns über nicht verkehrsgerecht abgestellte Fahrzeuge beschweren. Die Anfragen nehmen in letzter Zeit zu, so dass auch wir Freien Wähler auf eine Lösung des Problems drängen.

Im Brennpunkt der Nachfragen: der Stadtteil Echterdingen. Und hier insbesondere der Norden um die Stadionstraße, Gärtlesäcker und S-Bahn-Areal. Neuerdings aber auch Straßen ohne Anwohnerparken. Diese werden zunehmend als gebührenfreie Dauer-Parkplätze zweckentfremdet. Der Ärger ist nachvollziehbar, wenn vor privaten Grundstücken teilweise über Wochen PKW oder Transporter mit auswärtigen Kennzeichen abgestellt werden und die Sicht versperrren oder die Durchfahrt erschweren. Stadtrat Dr. Wächter führt aus: „Der Parkdruck im Stadtteil Echterdingen nimmt stetig zu. Insbesondere in den Sommermonaten erreichen uns zahlreiche Beschwerden verärgerter Bürgerinnen und Bürger. Wochenlang abgestellte Fahrzeuge verengen den ohnehin zu geringen Parkraum, führen zu massiven Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses in den Wohngebieten und stellen ein Sicherheitsrisiko dar“.
Insbesondere Flughafenparker erhoffen sich durch das Abstellen in den Wohnstraßen Einsparungen von Park-Gebühren am Flughafen, obwohl dort selbst in Spitzenzeiten ausreichend Parkplätze vorhanden sind.
Wir Freien Wähler fordern deshalb die Verwaltung zum Handeln auf. Insbesondere müssen zunächst die vorhanden Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Mehr „Knöllchen“, aber auch engmaschigere Kontrollen wären als Erstmaßnahme schon hilfreich. Wir sehen die Problematik im Gemeindevollzugsdienst, dass dafür auch mehr Personalstellen notwendig sind. Hier könnten aber durch konsequentes Ahnden der Verkehrssünder neue Stellen teilweise refinanziert werden. Deshalb sind wir einer Aufstockung an Personal nicht gänzlich abgeneigt. Mittelfristig hoffen wir auch auf den Erfolg der Parkraumbewirtschaftung, die unsere Erste Bürgermeisterin Eva Noller in die Debatte gebracht hat. Dieser Ansatz ist gut, denn rein rechtlich betrachtet, können wir das Anwohnerparken nicht auf alle Straßen im Stadtgebiet ausdehnen, weil ein gewisses Maß an freien Parkplätzen erhalten bleiben muss.
Hier könnte aber durch Zeitzonenregelungen mit 10 – 12 Stunden vielleicht auch eine Verbesserung erreicht werden.

Und schließlich könnte auch noch ein innerstädtisches (oberirdisches) Parkhaus Abhilfe schaffen. Dieses Bauprojekt fordern wir schon seit einigen Jahren!
Wir wissen: die Situation wird nicht von selbst wieder besser. Im Gegenteil: weitere Hotelansiedlungen werden die Problematik zusätzlich verschärfen. Deshalb setzen wir Freien Wähler uns auf diesem Gebiet besonders für die aus unserer Sicht berechtigten Belange der Bürgerschaft ein.


Druckansicht dieses Artikels Druckansicht dieses Artikels