Ende Dezember 2017 konnte der Oberbürgermeister Roland Klenk eine herausragende Ehrung vornehmen: 55 Jahre ist Dr. Hans Huber bereits Mitglied im Gemeinderat. „Wegen Ihres Jubiläums musste der Städtetag Baden-Württemberg bereits bei 50 Jahren Pionierarbeit leisten“, sagte der OB, denn eine solche Ehrung war in dem kommunalen Spitzenverband bislang nicht vorgekommen. Deshalb erhielt der 91jährige Fraktionsvorsitzende das Abzeichen in Gold mit Lorbeerkranz – und als Novum mit einem eingravierten Brillianten. Auch von der Stadt Leinfelden-Echterdingen gab es natürlich ein Präsent für Dr. Hans Huber. „Sie sind für die Stadt ein großer Gewinn und ein klasse Gemeinderat “ – zollte der OB weiter Lob und Respekt dem Mediziner im Un-Ruhestand. Dieser erwiderte prompt: „Es reicht nicht, nur im Gremium zu sitzen, man muss auch etwas tun“! Und dann beginnt er zu erzählen:

Es war im Jahr 1962 als er mit der Kommunalpolitik konfrontiert wurde. Eines Abends sei er in die Bauernwirtschaft zum Stammtisch gekommen. Dort wurde von den Vorläufern der Freien Wähler die Liste für die Gemeinderatswahl erarbeitet. Eigentlich hatte der junge Arzt mit übervollem Terminkalender überhaupt keine Zeit. Tag und Nach war er bereit, für seine Patienten das Beste  zu geben. Aber nach einigen Viertele ließ er sich überreden, wurde aufgestellt, natürlich gewählt und auf Anhieb Stimmenkönig. „Das mache ich jetzt mal ein paar Jahre“ – das waren seine Gedanken und über 55 Jahre sind daraus geworden.  Klar gab es manchmal auch Zeiten, in denen er ans Aufhören dachte und wer Dr. Huber persönlich kennt, der weiß, dass er viel Humor hat und auch kantigen Worten nicht in Ablehnung gegenüber steht. So kann er durchaus formulieren, dass er sich die Frage schon gestellt hat, ob es richtig ist, „sein Leben so zu verschwenden und zu vergeuden“, … einfach weil viel Zeit in den Sitzungen bleibt und 80% der Themen im Gemeinderat ihn oft nicht interessierten. Bei den wichtigen Dingen ist er aber da – hellwach und meldet sich als kritischer Geist zu Wort. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Er hat bis heute kein Handy, fährt viel mit dem Fahrrad und Samstag hat Dr. Huber bis heute noch Sprechstunde.

Hier der Link zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung.

 

 

 


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