Zeppelinschule – auf dem Weg zur Ganztagsschule

In der letzten Sitzung des VKS wurde über das Konzept der Zeppelinschule als Ganztagsschule in der Wahlform beraten. Alle Fraktionen – auch wir Freien Wähler – äußerten Zustimmung.

Es war ein langer Weg für die Verantwortlichen in der Schule und bei der Stadtverwaltung an dessen Ende ein guter Kompromiss steht: ab Schuljahresbeginn 2015/16 können die Eltern der Grundschüler wählen, ob ihr Kind am Halbtagesunterricht mit Mittagessen bis 14.00 Uhr oder am Ganztagesprogramm bis 16.00 Uhr teilnimmt. Auch unsere Fraktion zeigte große Sympathie für den Vorschlag, der letztlich den Eltern die größte Wahlfreiheit läßt und keine verpflichtende Form der Ganztagesschule einführt. Wir lobten deshalb ausdrücklich das pädagogische Konzept, welches von der Schulleitung und den Lehrern in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und den Elternvertretrn erarbeitet worden war. Die Bildungsinhalte und Betreuungsangebote werden auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Nicht nur Unterricht, sondern auch übergreifende Projekte und spielerische Inhalte werden altersgerecht angeboten. Das Lob, das Dr. Wächter – der Sprecher der Freien Wähler, der Verwaltung und der Schulleitung und den Lehrern in der Sitzung aussprach, wurde leider durch die unqualifizierte Kritik der Vertreterin der LE Bürger etwas getrübt. Mit dem Vorwurf „wir hätten nichts verstanden und würden nur von Betreuung reden“ können wir freilich nichts anfangen. Leider scheint bei den LE Bürgern noch nicht angekommen zu sein, dass auch wir für diese Schulform stimmen werden. Und selbstverständlich geht es nicht nur um den Unterricht in Ganztagesform, sondern natürlich auch um die Betreuung zu den Zeiten in denen die Eltern arbeiten müssen. Sonst wären wir ja gar nicht gefordert eine Ganztagesschule einzuführen. Es ist also ein folgerichtiger Prozeß, nachdem wir die Kinderbetreuung stark ausgebaut haben, nun den Eltern mit der Ganztagesschule die Fortsetzung der Betreuung ihrer Sprößlinge anzubieten. Im Übrigen ist uns ebenso wichtig wie der CDU, dass dies mit größtmöglicher Wahlfreiheit erfolgt und nicht wie ein ideologischer Umhang per Gesetz den Eltern und Verantwortlichen in der Stadt übergestülpt wird. Da hätten wir mit unserer Zustimmung Probleme gehabt. Schließlich nennen wir uns Freie Wähler, und nicht nur deshalb ist uns die freie Entscheidung des Einzelnen besonders wichtig. Wichtig ist uns aber auch, die Kosten für den städtischen Haushalt im Blick zu behalten. Neben den schon bestehenden Kosten für die Nachmittagsbetreuung von 46.000 Euro kommen nun noch einmal 30.000 Euro hinzu, so dass die jährliche Obergrenze 76.000 Euro nicht übersteigen darf. BM Ludwig nannte dieses Ziel ambitioniert. Ob es eingehalten werden kann, werden wir in den folgenden Jahren im Haushalt immer wieder neu zu überprüfen haben. Denn eines ist klar: Bildung und Betreuung gibt es nicht zum Nulltarif.  


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